"Auszeichnung Gutes Bauen 2006-2010" stellt 24 Objekte und Anlagen in den Kantonen Schaffhausen, Thurgau, St. Gallen, Appenzell Inner- und Ausserrhoden, Glarus und dem Fürstentum Liechtenstein vor und erwähnt 25 weitere Bauten. Die Auszeichnungen wurden zum fünften Mal vergeben, diese Publikation dokumentiert damit einen weiteren Zeitabschnitt guter Architektur in den genannten Regionen.

Die Objekte sollen Signale setzen, an Bauherrschaften, Gemeinden, Architekten und Architektinnen sowie Planerinnen und Planer. Sie sollen Vorbild sein für ortsbaulich klug gesetzte, architektonisch gut gestaltete und insgesamt nachhaltige Bauten.

 

Sommerhaus auf dem Seerücken, Raperswilen

Beim Bau des Sommerhauses fiel die Wahl auf die leichte Holzbauweise, da der beschädigte Vorgängerbau aufgrund seiner übermässigen Last im Moor versunken ist. Beim Neubau liessen sich die Rammpfähle minimieren. Darüber sind acht Pfeiler aus massivem Lärchenholz eingespannt. die tragen über zwei Längspfetten die Hohlkastendecke. Die A-förmigen Wandscheiben tragen das Dach und bilden gleichzeitig die Aussteifung des Obergeschosses. Die Lärchensäulen bleiben sichtbar, das zurückliegende Holzwerk ist dunkel lasiert und die der Witterung ausgesetzte Obergeschossfassade mit rostendem Eisenblech verkleidet.

 

Wiederherstellung Schlosspark Arenenberg, Salenstein-Mannenbach

Der Landschaftspark auf dem Arenenberg war zunächst ein reiner Mythos. Wohl waren einige Elemente sichtbar und mussten nur repariert werden. Andere wiederum waren unter Aushubmaterial verborgen, konnten avber mit Hilfe der historischen Quellen rekonstruiert werden. Eine dritte Gattung bedurfte einer mutigen Neuinterpretation; die Quellen waren zu spälich und die Baumethoden mussten neu gefunden werden. Die Differenzen in der Erscheinung sollten für den Betrachter ohne plakative Rhetorik des Alten gegen das Neue lesbar bleiben, die Einzelteile solten zu einer atmosphärischen Einheit verschmelzen.