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Neuerscheinung: Ikonen – Methodische Experimente im Umgang mit architektonischen Referenzen

Ikonen Alternatives Cover

In ihrer Lehrtätigkeit gehen Astrid Staufer und Thomas Hasler von einer Haltung aus, die profunde Kenntnis der Architekturgeschichte und der Baukonstruktion als erste Voraussetzung für die Tätigkeit des Entwerfens erachtet. Dementsprechend konzentrieren sich die Studierenden in ihren Vorlesungen und Übungen am Beginn des Studiums auf die kritische Auseinandersetzung mit Referenzbauten: die Ikonen der Architektur. Die didaktische Strategie beinhaltet eine Annäherung ans konstruktive Entwerfen anhand der Schritte Wahrnehmen, Be-greifen, Interpretieren und Ausformulieren, wobei Handzeichnungen und Modellbau zentrale Werkzeuge sind.

Ikonen zeigt auf dieser Grundlage entstandene Studierendenarbeiten, die von der Beschäftigung mit Bauten von Andrea Palladio und Auguste Perret über Luis Barragán und Álvaro Siza bis hin zu vernakulären Typen der Architektur zeugen. In den Texten wird die methodische Herangehensweise aus unterschiedlichen Sichtweisen dargelegt und reflektiert. Den zentralen Teil des Buches bildet eine Deklination ausgewählter Architektur-Ikonen, die den Akt der für den eigenen Entwurf notwendigen Übersetzungsarbeit dokumentiert.

Studienauftrag Frohsinn, Steckborn | 1. Rang

Stechborn Segelfoto
  • Auftraggeber: Brigitte und Michael Labhart, Steckborn
  • Studienauftrag: 1. Rang | 2017
  • Realisierung: noch offen
  • Mitarbeit: Lars Inderbitzin, Zoe Boermann, Irina Meyer
  • Bauingenieur: SJB Kempter Fitze AG, Frauenfeld
  • Gebäudetechnik: Richard Widmer Haustechnikkonzepte GmbH, Wil

FISCHERHALLE
Mit seiner Lage auf einem exponierten Sporn direkt am Wasser des Untersees wird der zu bebauende Ort Teil eines Landschafts- und Naturdenkmals von nationaler Bedeutung. Der fehlende räumliche Abschluss des „Altstadtkörpers“ Richtung Nordosten wird mit einem räumlichen „Tor“ korrigiert. Seeseitig fassen die zum Wasser querliegenden Bauten einen filigranen Pavillonbau, der das Ufer begleitet und den direkten, identitätsstiftenden Bezug zum Wasser sucht. Eine filigran ausformulierte Fischerhalle agiert als touristischer Magnet mit Ausstrahlung auf die Seekulisse. Die Raumeinheiten der „Turmwohnungen“ erfahren in ihrer villenartigen Grundrisstypologie eine Orientierung in alle Richtungen.

Studienauftrag Girtannerswiese, St. Gallen | 1. Rang

Girtannerswiese Innenraum
  • Auftraggeberin: Helvetia Schweizerische Versicherungsgesellschaft AG, St. Gallen
  • Studienauftrag: 1. Rang | 2017
  • Realisierung: noch offen
  • Mitarbeit: Arthur Benesch, Lars Inderbitzin, Lana Fricke
  • Landschaftsarchitekt: Krebs und Herde GmbH, Winterthur
  • Bauphysik: Mühlebach Partner AG, Winterthur
  • Gebäudetechnik: Richard Widmer Haustechnikkonzepte GmbH, Wil

FLEX
Die neue Bebauung sucht durch ihre Massstäblichkeit bewusst die Nähe zu den institutionellen Bauten auf dem Rosenberg. Als neue erkennbare Einheit wird sie aussen über die fein strukturierte Körnigkeit verbunden und führt innen den bestehenden farbenprächtig bepflanzten Gartenhof diagonal weiter. Die Gewährleistung einer maximalen FLEXIBILITÄT steht über allem. Der neutrale Typus eignet sich durch die langfristige Planungsflexibilität für Büroräumlichkeiten wie auch für herrschaftliches Wohnen in St. Gallens attraktivster Lage.

Schulthess Gartenpreis 2017

Einladung Schulthess Gartenpreis 2017

Der Schweizer Heimatschutz zeichnet den Murg-Auen-Park in Frauenfeld mit dem Schulthess Gartenpreis 2017 aus. Stellvertretend für die zahlreichen Akteure, die an seiner Planung und Realisierung beteiligt waren, darf die Stadt als Eigentümerin die Auszeichnung entgegennehmen.

Der Murg-Auen-Park zeigt vorbildlich, wie ein zentral gelegenes, unattraktives Militärrareal in ein stadtisches Naherholungsgebiet verwandelt werden kann, das den Anliegen der Erholungssuchenden, der Biodiversität und des Hochwasserschutzes gleichermassen gerecht wird. Das revitalisierte Flussufer ist zum Strand und zum Refugium für Fische geworden, der Altlauf zum natürlichen Spielplatz ohne Spielgeräte und der Wald dank neuen Brücken zum ruhigen Erholungsraum. Beredtes Zeugnis der erfolgreichen Verwandlung des Militärgeländes in eine hochwertige Natur- und Erlebnis-Landschaft, ist schliesslich der rege Zuspruch der Bevölkerung.

Preisverleihung am Samstag, 13. Mai, um 16 Uhr im Murg-Auen-Park in Frauenfeld.