Bürogeschichte

Eisenwerk Areal Flugaufnahme 1930

Das Büro Staufer & Hasler Architekten wurde 1994 von Astrid Staufer und Thomas Hasler als einfache Gesellschaft gegründet. Dank Wettbewerbserfolgen konnten in den folgenden Jahrzehnten zahlreiche Bauten in der Ostschweiz, Zürich und Graubünden realisiert werden. Aussergewöhnlich ist das breite Spektrum an unterschiedlichen Baugattungen und Massstäben: Es umfasst öffentliche Schul-, Verwaltungs-, Gesundheits-, Sport- und Kulturbauten sowie Wohnungsbau und reicht von Stadtplanungen und ortsbaulichen Studien bis hin zum Baumanagement und zur Bauausführung. Der direkte Austausch mit der (ost-)schweizerischen Handwerkskultur hat die Entwurfstätigkeit des Büros immer wieder stark befruchtet.

Seit 1994 operieren Staufer & Hasler Architekten in ihrer „Denkwerkstatt“ im Eisenwerk in Frauenfeld sowie projektbezogen in Zürcher Nebenbüros. In den letzten zwei Jahrzehnten wuchs das Büro auf über 60 Mitarbeitende an, unter ihnen ArchitektInnen, BautechnikerInnen, BauzeichnerInnen, KostenplanerInnen, BauleiterInnen, Administrationsverantwortliche und ein Modellbauer. 2005 wurde das Büro in eine Aktiengesellschaft namens Staufer & Hasler Architekten AG umgewandelt; Emil Häberlin trat als für das Baumanagement verantwortliches Mitglied der Geschäftsleitung bei, welche heute – mit Rico Lauper, Sabine Harmuth und Gian-Marco Jenatsch – aus sechs Mitgliedern besteht, die sich neben der praktischen Tätigkeit in der Lehre für die Baukultur engagieren. 

Parallel zur Bürotätigkeit sind auch die beiden Gründungspartner stets aktiv in der Lehre tätig; seit 2011 führen sie – nach einem gemeinsamen Lehrauftrag an der ETHZ und einer Professur an der EPFL – eine Doppelprofessur für Hochbau & Entwerfen an der TU Wien. Darüber hinaus leitet Astrid Staufer das Institut Konstruktives Entwerfen IKE an der ZHAW Winterthur. Astrid Staufer und Thomas Hasler engagieren sich ihrerseits in Kommissionen und Gremien sowie als Juroren und Experten für die Baukultur. Seit ihrem Studium forschen und publizieren sie zudem regelmässig zu unterschiedlichen Themen auf dem Feld von Städtebau und Architektur. 2015 erhielten die beiden den Prix Meret Oppenheim des Bundesamtes für Kultur (BAK).

«Astrid Staufer und Thomas Hasler arbeiten seit 1994 gemeinsam in ihrem Architekturbüro in Frauenfeld. Sie sind bekannt geworden für Bauprojekte, die sich stets mit den lokalen Gegebenheiten auseinandersetzen und profunde Reflexion mit theoretischer und praxisbezogener Forschungsarbeit verbinden. Hinzu kommt eine ausgedehnte Lehrtätigkeit, die Studierenden von Genf und Winterthur über Zürich und Lausanne bis nach Wien zugute gekommen ist und weiterhin zugutekommt. Zudem publizieren sie regelmässig zu unterschiedlichsten Themen. Diese Vielseitigkeit an sich ist schon etwas Besonderes. Ein spezielles Kennzeichen der Tätigkeit von Staufer / Hasler ist aber auch die Art und Weise, wie sie die verschiedenen Bereiche miteinander interagieren lassen. Forschung tritt mit Projektarbeit, Projektarbeit mit Lehrtätigkeit in Beziehung.»

Beat Schläpfer, zit. aus: „Bauen, Forschen, Lehren“, in: Bulletin Prix Meret Oppenheim, 2015, S. 16