EPF Lausanne, Faculté ENAC |
Atelier Labex (Laboratoire de l’expression),
Lausanne


In der gemeinsamen Professur an der EPFL vertieften Astrid Staufer und Thomas Hasler am Institut d’Architecture die an der ETHZ weiterentwickelte Methodik des synchronen Entwerfens (projet simultané). In experimenteller Form eignen sich die Studierenden das Wahrnehmen, Beschreiben und Darstellen von Raum und Form sowie das stete Springen zwischen Zeichnung, Modell und Text an, um zu einem architektonisch-konstruktiv fundierten Ausdruck zu gelangen.

Prof. Astrid Staufer und Prof. Thomas Hasler, LABEX – Laboratoire de l’expression, Atelier für Architektur und Konstruktion 2007-2011

LABEX – Laboratoire de l'expression

Lehre und Publikation

Unter Anwendung der Methode des simultanen Entwerfens entwickeln die Studierenden zunächst innenräumliche Szenarien in Text und Skizze. Die Annäherung an den Entwurf von zwei Seiten ermöglicht ihnen frei und gleichzeitig konkret zu sein in der Beschreibung ihrer Idee von Raum. Diese leitet sie im Weiteren in der Suche, Wahl und Anwendung von Referenzen und in der Entwicklung von Raummodell und äusserem Formausdruck.

Gedanken und Zeichnungen

Lehre

Mit einer kurzen Beschreibung und einer dazu in Zusammenhang stehenden Zeichnung formulierten die Studierenden die Kernvorstellung einer Wohnung. Atmosphärisches, Strukturelles, bildhaft Räumliches, all das war, sofern mit gutem ideellem Potenzial ausgestattet, geeignet, später einen ganzen Entwurf hinter sich herzuziehen. Mit selbst gesuchten Referenzen liessen sich in einem zweiten Schritt immer nur Teilentsprechungen herstellen, sodass die anfangs formulierte Idee entwurfsleitend blieb. (Studierendenarbeit von Elsa Beniada, 2009)

Dachwohnung für Martin Heidegger

Lehre

Textfragmente unterschiedlicher Protagonisten dienten als Katalysatoren für simultanes Entwerfen. Zwei Studierende erarbeiteten in einem ersten Schritt aus Martin Heideggers Beschreibung von «Wohnen als Schonen» ein Konzeptmodell für eine Aufstockung in Form eines Cocons. Daraus abgeleitet entwickelten sie die Gebäudehülle in Fassadenschichten und einen Grundriss, dessen Raumfolgen in eine Schottenstruktur eingebettet sind, die das Schutzbedürfnis in die Tiefe hineinprojiziert. (Studierendenprojekt ‹Wohnen als Schonen›, Claire Maillet und Andreas Schmid, 2008)

Kino Riffraff, Lausanne

Lehre

Der Methode des simultanen Entwerfens folgend, erarbeiteten die Studierenden im Wechsel Modelle, Zeichnungen und suggestiv charakterisierende Texte: «Drei Strukturen tauchen in der Strasse auf, prallen aufeinander und ziehen sich wieder in sich zurück. Spalten formen sich, lassen das Licht einfliessen und filtrieren es, als sei es eine physische Substanz.» (Studierendenprojekt, Christophe Mattar, Sommersemester 2007)