Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften,
Winterthur


Gegründet als Drehscheibe und Labor zur Untersuchung von entwerferisch-konstruktiven Zusammenhängen, widmet sich das Institut Konstruktives Entwerfen von Anbeginn an dem «Synchronen Entwerfen» als konstant zwischen den unterschiedlichsten Massstäben springende Entwurfsmethodik. Architektur wird auch stets als fachbereichsübergreifende Disziplin verstanden: Basierend auf einem generalistischen Berufsbild verbindet sie breit gefächertes Wissen mit interdisziplinärer Kooperation.


Prof. Astrid Staufer, Institut Konstruktives Entwerfen, Dozentin1997-2001 (TWI), Dozentin und Zentrumsleiterin 2004-2007, Institutsleiterin 2015 – 2022, Co-Leiterin Institut Konstruktives Entwerfen 2018-2022

Klimabewusst Entwerfen

Publikation

Der Architektur Klima Atlas fasst Erkenntnisse aus mehr als zehn Jahren Forschung, Lehre und Praxis zusammen: eine umfassende Auslegung historischer Ideen für klimabewusstes Bauen, Resultate aus dem Forschungsprojekt Messen und Modellieren sowie Strategien für nachhaltiges Bauen charakterisiert durch die sechs Adjektive klimabezogen, hierarchisch, wandlungsfähig, materialbewusst, vernetzt und erfinderisch.

Das unterschätzte Potential des Konventionellen

Masterarbeit

Für den weitverbreiteten Typus vierstöckiger Wohnbauten der 1950er-Jahre, der schweizweit am häufigsten vom Ersatzneubau betroffen ist, entwickelte Andrea Dell’Ambrogio eine unkonventionelle Sanierungsstrategie. Additive Plug-ins und der verdichtete Grünraum schaffen auf effiziente Weise einen vielfältigen Mehrwert und sind in der Lage, dem «Konventionellen» durch strategische Unkonventionalität eine neue Bedeutung zu verleihen.

Im Mas­ter­stu­di­um Ar­chi­tek­tur The­men set­zen

Befragung: Epazium

Was macht den besonderen Geist der Winterthurer Architekturschule aus? Wir haben bei unseren Master-Studierenden nachgefragt.

Weiterbauen in Stahl

Forschungsprojekt und Publikation

Eine der grössten Herausforderungen unserer Zeit ist das qualitative Verdichten und Weiterentwickeln bestehender Siedlungsstrukturen. Das nachhaltigste Bauen ist die Erneuerung und Fortschreibung des Baubestandes. Im interdisziplinären Forschungsprojekt erarbeiteten Architekt*innen, Ingenieur*innen und Studierende theoretische und bautechnische Grundlagen von Aufstockung in Stahl. (Herman Czech, Aufstockung Güntherstrasse Wien, S. 145, Axonometrische Zeichnung Salamander Schuhfabrik, S. 48)

Zu Hause im Stahl

Forschungsprojekt und Publikation

Untersucht wurden Ikonen des Stahlbaus aus heutiger Sicht und zeitgenössische Bauten von Atelier Bow-Wow, Christian Kerez, Lacaton & Vassal, Made in und anderen. Es wurde ausgelotet inwiefern und unter welchen Bedingungen die gestalterischen Möglichkeiten und rationalen Vorteile von Stahlkonstruktionen im heutigen Wohnungsbau trotz verschärfter Anforderungen in den Bereichen Brandschutz, Bauphysik, und Energie genutzt werden können. (Eames House, Ray and Charles Eames, Foto Julius Shulman, S.50. Haus mit dünnen Wänden, Architekt Martin Bühler, S. 113)

Integrativer Lebensraum trotz Lärm

Forschungsprojekt und Publikation

Lärmschutzvorschriften engen die Architektur und die Gestaltung des sozialen Raums in städtischen Gebieten zunehmend ein. Das Forschungsprojekt der zhaw Winterthur misst die Gesetzgebung an den baulichen und gesellschaftlichen Realitäten und schlägt Strategien für ein sozialverträgliches, zukunftsfähiges Bauen am Lärm vor. (Projekt-Collage Nico Mäder und Dorela Mustafai)

Forschungsprojekt und Publikation

Forschungsprojekt und Publikation

‹Beim Lärm bewegt sich etwas› in: werk, bauen + wohnen | 2023.
Lärm ist offenbar nicht nur Krach, sondern spornt auch zur Kreativität an. Zu diesem Schluss könnte man bei der Lektüre des jüngst erschienenen Buchs ‹Wohnen im Einklang› kommen, herasugegegebn vom Institiut Konstruktives Entwerfen des Departements Architektur, Gestaltung und Bauingenieurwesen der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW Winterthur.

Wege aus der Lärmschutz-Sackgasse

Debatte

Vier Vorschläge für neue Beurteilungskriterien.

Die jüngsten Gerichtsentscheide zum Vollzug der Lärmschutzgesetzgebung legen den Bau von qualitätsvollem Wohnraum in städtischen Gebieten praktisch lahm. Kann die anstehende Gesetzrevision den gordischen Knoten lösen? Deborah Fehlmann ist Architektin und arbeitet am Institut Konstruktives Entwerfen an der ZHAW und leitet dort das von Prof. Astrid Staufer initiierte Forschungsprojekt ‹integrativer Lebensraum trotz Lärm›. Sie diskutiert mit Nationalrat Beat Flach und dem Lärmschutzfachman Thomas Gastberger über den Stand der Dinge und möglichen Prespektiven.
In: 1/2–2021 Werk, Bauen + Wohnen | Debatte

BIM

Lehre

Building Information Modelling ist einerseits bereits allgegenwärtig, das Potential jedoch längst nicht ausgeschöpft. In pragmatischer Weise integriert Staufer & Hasler die Vorteile der sich rasch entwickelnden technischen Möglichkeiten und beteiligt sich an Lehre und Weiterentwicklung durch Austausch und Anwendung. (BIM-Anwendung, Kantonsspital Graubünden).

Rico Lauper, Dozent für Modulkategorie Transdisziplinäre Studien, Spezialfragen Technologie
2018 – 2021